Ausschluss der Berufungsbeantwortung im Gegendarstellungsstreit: Zur Verfassungsmäßigkeit der Berufungseinseitigkeit nebst Revisionsunstatthaftigkeit
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How to Cite

Knežević, M., & Keča, R. (2022). Ausschluss der Berufungsbeantwortung im Gegendarstellungsstreit: Zur Verfassungsmäßigkeit der Berufungseinseitigkeit nebst Revisionsunstatthaftigkeit. Zbornik Radova Pravnog Fakulteta U Novom Sadu, 55(3). https://doi.org/10.5937/zrpfns55-33730

Abstract

Serbisches Mediengesetz von 2014, seinem Vorgänger folgend, sieht die Berufungseinseitigkeit im Gegendarstellungsstreit vor. Dabei ist die Revision in diesem Streit unstatthaft. Die Abhandlung greift diese erhebliche Ausnahme von allgemeiner Regel des Zivilprozesses im Sinne ihrer Verfassungsmäßigkeit auf. Es wird gezeigt, dass das Konzept der Berufungseinseitigkeit teilweise verfassungswidrig ist, und zwar als unzulässige Einschränkung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Nach Verneinung der Möglichkeit einer verfassungskonformen teleologischen Reduktion wird eine von zwei möglichen gesetzgeberischen Lösungen vorgeschlagen – ersatzlose Streichung der Berufungseinseitigkeit.

Keywords

Anspruch auf Gegendarstellung; Berufungsbeantwortung; Berufungseinseitigkeit; Anspruch auf rechtliches Gehör; Gleichheit der Parteien; Prozesswaffengleichheit; faires Verfahren
DOI: 10.5937/zrpfns55-33730